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Das Lied von der Erde IV-VI
IV Von der Schoenheit
noch die Erregung
ihrer grossen Augen
blanken Wasser wider
Volk einher
Junge Maedchen pfluecken Blumen
Pfluecken Lotosblumen
Das Ross des einen
an dem Uferrande
Zwischen Bueschen
Und die schoenste
wiehert froehlich auf
und Blaettern sitzen sie
Sammeln Blueten
Und scheut
in den Schoss und rufen
Sich einander
In dem Dunkel
von den Jungfraun sendet
und saust dahin
Neckereien zu
Goldne Sonne webt
Ueber Blumen - Graeser
um die Gestalten
Spiegelt sie
Lange Blicke
wanken hin die Hufe
im blanken Wasser wider
Sonne spiegelt
Sie zerstampfen
ihre schlanken Glieder
Ihre suessen Augen wider
ihres Herzens nach
ihres heissen Blicks
ihm der Sehnsucht nach
jaeh im Sturm die
Und der Zephyr
hebt mit Schmeichelk
osen
hingesunkne
n Blueten
das Gewebe
Ihrer Aermel auf
Ihre stolze Haltung
Hei Wie flattern
fuehrt den Zauber
Ihrer Wohlgeruech
e
im Taumel seine Maehnen
durch die Luft
O sieh - was tummeln
Schwingt klagend
is nur Verstellung
Dampfen heiss die Nuestern
sich fuer schoene Knaben
Dort an dem Uferrand
Goldne Sonne webt um
auf mut'gen Rossen
Weithin glaenzend
In dem Funkeln
die Gestalten
wie die Sonnenstrah
len
Schon zwischen dem
Spiegelt sie im
Geaest der gruenen Weiden
Trabt das jungfrische
Das Lied von der Erde V-VI
V Der Trunkene im Fruehling
Was geht denn mich der Fruehling
Am schwarzen Firmament
Ja Der Lenz
Wenn nur ein Traum
das Dasein ist
Ist da sei kommen ueber Nacht
Warum denn Mueh und Plag
Ich trinke
Und wenn ich
Ich seufze tief ergriffen auf
bis ich nicht mehr kann
Den ganzen lieben Tag
Der Vogel singt und lacht
Und wenn ich nicht
mehr trinken kann
an Lasst mich betrunken sein
nicht mehr singen kann
Ich fuelle mir den Becher neu
Weil Leib und Kehle voll
So tauml ich hin vor meiner Tuer
Und leer ihn bis zum Grund
Und schlafe wundervoll
Was hoer ich beim Erwachen Horch
So schlaf ich wieder ein
Und singe bis
Ein Vogel singt im Baum
Ich frag ihn ob schon Fruehling
der Mond erglaenzt
sei Mir ist als wie im Traum
Der Vogel zwitschert
VI Der Abschied
Blauen licht die Fernen
und harret seiner Stunde
das Glueck nicht hold
Abends zu geniessen
Die Sonne scheidet
hinter dem Gebirge
Wo bleibst du
In alle Taeler
steigt der Abend nieder
Wohin ich geh - ich wandre
Du laesst mich lang allein
Mit seinen Schatten
die voll Kuehlung sind - O sieh
Ich wandle auf und nieder mit
Wie eine Silberbarke
schwebt
Der Mond am blauen
Die liebe Erde allueberall
in die Berge - Ich suche Ruhe
meiner Laute - Auf Wegen die
Himmelssee herauf
Ich spuere eines
vom weichen Grase schwellen
feinen Windes Wehn
Hinter den dunklen Fichten
fuer mein einsam Herz
O Schoenheit - O ewigen Liebens
Der Bach singt voller Wohllaut
durch das Dunkel - Die Blumen
Lebenstrunk
ne Welt
blassen im Daemmersche
in
Die Erde atmet voll
Ewig - Ewig
Blueht auf im Lenz und gruent
Ich wandle nach der Heimat
Er stieg vom Pferd
von Ruh und Schlaf
Alle Sehnsucht will nun traeumen
und reichte ihm den Trunk
Die muden Menschen
gehn heimwaerts
meiner Staette - Ich werde
Des Abschieds dar
Um im Schlaf vergessnes Glueck
Und Jugend neu zu lernen
Er fragte ihn - wohin
Die Voegel hocken still in ihren
Zweigen - Die Welt schlaeft ein
Aufs neu Allueberall
und ewig
niemals in die Ferne schweifen
Er fuhre und auch warum
Es wehet kuehl im Schatten
meiner Fichten - Ich stehe hier
es mueste sein - Er sprach seine
und harre meines Freundes
Ich harre sein zum
Still ist mein Herz
Stimme war umflort - Du mein
letzten Lebewohl
Ich sehne mich
Freund - Mir war auf dieser Welt
o Freund - an deiner Seite
Die Schoenheit dieses