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Das Lied von der Erde
Das Lied von der Erde I-III
Das Lied von der Erde I-II
I Trinklied vom Jammer der Erde
Dunkel ist das Leben ist
Jetzt nehm den Wein
Seht dort hinab
Das Firmament blaut
Schon winkt der Wein
im goldnen Pokale
ewig und die Erde
Doch trinkt noch nicht
erst sing ich euch ein Lied
Im Mondschein
Wird lange fest stehen
Das Lied vom Kummer
soll auflachend
und aufbluehn im Lenz
in die Seele euch klingen
Wenn der Kummer naht
Jetzt ist es Zeit Genossen
auf den Graebern hockt
Du aber Mensch
liegen wuest die
Gaerten der Seele
wie lang lebst denn du
Welkt hin und stirbt die Freude
der Gesang
eine wildgespens
tische Gestalt
Nicht hundert Jahre
Dunkel ist das Leben
ist der Tod
darfst du dich ergoetzen
Dein Keller birgt
des goldnen Weins
der - Tod
Leert eure goldnen
Ein Aff ist's
An all dem morschen
die Fuelle
Herr dieses Hauses
Tande dieser Erde
Dein Keller birgt die Fuelle
goldenen Weins
Hoert ihr
Nur ein Besitztum
Hier diese lange Laute
nenn' ich mein
ist dir ganz gewiss
Die Laute schlagen
und die Glaeser leeren
Becher zu Grund
wie sein Heulen hinausgellt
Das ist das Grab
Das sind die Dinge
die zusammen passen
das grinsende am Erde
Ein voller Becher Weins
zur rechten Zeit
in den suessen Duft des Lebens
Dunkel ist das
Ist mehr wert
als alle Reiche dieser Erde
Leben ist der Tod
Dunkel ist
das Leben ist der Tod
II Der Einsame im Herbst
Um meine bittern Traenen
Der Herbst in meinem Herzen
Erlosch mit Knistern
Herbstnebel
wallen
blaeulich ueberm See
es gemahnt mich an den Schlaf
Vom Reif bezogen
stehen alle Graeser - Man meint
waehrt zu lange
Ich komm zu dir
ein Kuenstler habe Staub
vom Jade - Ueber die feinen
traute Ruhestaette
Blueten ausgestreut
Der suesse Duft der Blumen
mild aufzutrockn
en
Sonne der Liebe
Ja gib mir Ruh
is verflogen Ein kalter
Wind beugt ihre Stengel nieder
ich hab Erquickung not
Bald werden die verwelkten
goldnen Blaetter
willst du nie mehr scheinen
Ich weine viel in meinen
Der Lotosbluete
n
auf dem Wasser ziehn
Einsamkeite
n
Mein Herz ist muede
Meine kleine Lampe
III Von der Jugend
Schoen - gekleidet
Und aus - weissem Porzellan
Rueckwaerts
ihre seidnen Muetzen
Mitten in dem kleinen Teiche
Steht ein Pavillon
Hocken lustig
aus gruenem
Und aus weissem Porzellan
Wie ein Halbmond
tief im Nacken
Wie der Ruecken
eines Tigers
Auf des kleinen Teiches stiller
Woelbt die Bruecke
sich aus Jade
trinken - plaudern
steht die Bruecke
Wasserflaec
he zeigt sich alles
Zu dem Pavillon hinueber
In dem Haeuschen
Wunderlich im Spiegelbild
e
sitzen Freunde
Schoen gekleidet
Umgekehrt der Bogen - Freunde
Alles auf dem Kopfe stehend
trinken plaudern
Manche schreiben
In dem Pavillon aus gruenem
Verse nieder
Ihre seidnen Aermel gleiten
Das Lied von der Erde IV-VI
IV Von der Schoenheit
noch die Erregung
ihrer grossen Augen
blanken Wasser wider
Volk einher
Junge Maedchen pfluecken Blumen
Pfluecken Lotosblumen
Das Ross des einen
an dem Uferrande
Zwischen Bueschen
Und die schoenste
wiehert froehlich auf
und Blaettern sitzen sie
Sammeln Blueten
Und scheut
in den Schoss und rufen
Sich einander
In dem Dunkel
von den Jungfraun sendet
und saust dahin
Neckereien zu
Goldne Sonne webt
Ueber Blumen - Graeser
um die Gestalten
Spiegelt sie
Lange Blicke
wanken hin die Hufe
im blanken Wasser wider
Sonne spiegelt
Sie zerstampfen
ihre schlanken Glieder
Ihre suessen Augen wider
ihres Herzens nach
ihres heissen Blicks
ihm der Sehnsucht nach
jaeh im Sturm die
Und der Zephyr
hebt mit Schmeichelk
osen
hingesunkne
n Blueten
das Gewebe
Ihrer Aermel auf
Ihre stolze Haltung
Hei Wie flattern
fuehrt den Zauber
Ihrer Wohlgeruech
e
im Taumel seine Maehnen
durch die Luft
O sieh - was tummeln
Schwingt klagend
is nur Verstellung
Dampfen heiss die Nuestern
sich fuer schoene Knaben
Dort an dem Uferrand
Goldne Sonne webt um
auf mut'gen Rossen
Weithin glaenzend
In dem Funkeln
die Gestalten
wie die Sonnenstrah
len
Schon zwischen dem
Spiegelt sie im
Geaest der gruenen Weiden
Trabt das jungfrische
Das Lied von der Erde V-VI
V Der Trunkene im Fruehling
Was geht denn mich der Fruehling
Am schwarzen Firmament
Ja Der Lenz
Wenn nur ein Traum
das Dasein ist
Ist da sei kommen ueber Nacht
Warum denn Mueh und Plag
Ich trinke
Und wenn ich
Ich seufze tief ergriffen auf
bis ich nicht mehr kann
Den ganzen lieben Tag
Der Vogel singt und lacht
Und wenn ich nicht
mehr trinken kann
an Lasst mich betrunken sein
nicht mehr singen kann
Ich fuelle mir den Becher neu
Weil Leib und Kehle voll
So tauml ich hin vor meiner Tuer
Und leer ihn bis zum Grund
Und schlafe wundervoll
Was hoer ich beim Erwachen Horch
So schlaf ich wieder ein
Und singe bis
Ein Vogel singt im Baum
Ich frag ihn ob schon Fruehling
der Mond erglaenzt
sei Mir ist als wie im Traum
Der Vogel zwitschert
VI Der Abschied
Blauen licht die Fernen
und harret seiner Stunde
das Glueck nicht hold
Abends zu geniessen
Die Sonne scheidet
hinter dem Gebirge
Wo bleibst du
In alle Taeler
steigt der Abend nieder
Wohin ich geh - ich wandre
Du laesst mich lang allein
Mit seinen Schatten
die voll Kuehlung sind - O sieh
Ich wandle auf und nieder mit
Wie eine Silberbarke
schwebt
Der Mond am blauen
Die liebe Erde allueberall
in die Berge - Ich suche Ruhe
meiner Laute - Auf Wegen die
Himmelssee herauf
Ich spuere eines
vom weichen Grase schwellen
feinen Windes Wehn
Hinter den dunklen Fichten
fuer mein einsam Herz
O Schoenheit - O ewigen Liebens
Der Bach singt voller Wohllaut
durch das Dunkel - Die Blumen
Lebenstrunk
ne Welt
blassen im Daemmersche
in
Die Erde atmet voll
Ewig - Ewig
Blueht auf im Lenz und gruent
Ich wandle nach der Heimat
Er stieg vom Pferd
von Ruh und Schlaf
Alle Sehnsucht will nun traeumen
und reichte ihm den Trunk
Die muden Menschen
gehn heimwaerts
meiner Staette - Ich werde
Des Abschieds dar
Um im Schlaf vergessnes Glueck
Und Jugend neu zu lernen
Er fragte ihn - wohin
Die Voegel hocken still in ihren
Zweigen - Die Welt schlaeft ein
Aufs neu Allueberall
und ewig
niemals in die Ferne schweifen
Er fuhre und auch warum
Es wehet kuehl im Schatten
meiner Fichten - Ich stehe hier
es mueste sein - Er sprach seine
und harre meines Freundes
Ich harre sein zum
Still ist mein Herz
Stimme war umflort - Du mein
letzten Lebewohl
Ich sehne mich
Freund - Mir war auf dieser Welt
o Freund - an deiner Seite
Die Schoenheit dieses